Kolumne Travel

5 Tipps für einen entspannten Urlaub in Paris

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, war ich über Ostern eine Woche in Paris und habe mich in die Stadt verliebt. Wie ein anständiger Tourist habe ich mich natürlich im Vorfeld informiert, stundenlang am PC gesessen und jede auch noch so unnütze Information aufgesaugt. Einiges hat sich im Nachhin als absoluter Blödsinn entpuppt, anderes war wirklich hilfreich. Hier meine eigenen Tipps für einen entspannten Urlaub in Paris:).

1. Bei meinen Reisevorbereitungen habe ich immer wieder „dress to impress“ gelesen. Was Ihr aber wirklich beherzigen müsst ist „dress to walk„. Ganz ehrlich? Packt Eure bequemsten Schuhe, gerne auch Laufschuhe ein. Paris kann man sich super erlaufen, ich bin in einer Woche soviel gelaufen wie sonst nie. Was ich jetzt davon habe? Eine entzündete Achillessehne weil ich natürlich nur ein paar Ballerinas und ein paar flache Halbschuhe dabei hatte. Auf den ersten Blick klingt das bequem, auf den zweiten Blick (oder sagen wir, auf den fünften Kilometer) einfach nicht optimal für lange Strecken. Die Pumps könnt Ihr ja für Abends aufheben ;).

2. Genießt die Stadt und rennt nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Die tollsten Eindrücke von Paris bekommt Ihr, wenn Ihr Euch einfach mal treiben lasst und ohne Ziel durch Gassen lauft oder ein paar Stündchen im Park verbringt. Holt Euch Sushi to go, einen Falafel oder auch Macarons und setzt Euch zur Mittagszeit, so wie viele Franzosen aus den umliegenden Büros, in den Park. Besonders schön fand ich den Parc du Luxembourg und die Jardins du Tuileries.

Paris Jardin du Tuileries Urlaub in Paris

3. Holt Euch die kostenlose Paris App von Ulmon Wenn Ihr diese App habt, benötigt Ihr keinen Stadtplan und kein Google Maps. Mittels farbigen Sternchen könnt Ihr Sehenswürdigkeiten, Metrostationen, Cafés oder einfach Adressen markieren und wisst dank Ortung immer wo Ihr Euch befindet. Ich habe mir schon im Vorfeld ein paar Markierungen gesetzt und dann immer einen super Überblick gehabt, was ich wo noch machen möchte und was gerade in meiner Nähe ist. Ursprünglich habe ich mir das gelobte Heft „Paris per arrondissements“, quasi ein Stadtplan in Heftform bestellt. Da dieser allerdings nicht rechtzeitig kam habe ich im Appstore gestöbert und tadaa… kostenlos und viel besser :).

4. Wenn Ihr nicht jeden Tag in mindestens 2 Museen rennen wollt lohnt sich der Paris Museums Pass oder Paris Pass finanziell kein bisschen. Klar, ihr kommt an den langen Schlangen schneller vorbei aber auch wenn die Schlangen lang sind, geht es doch immer erstaunlich schnell voran. Den ultimativen Geheimtipp zum Louvre haben wir dann ganz zufällig gefunden: nicht an der Pyramide anstellen, sondern im UG im Einkaufszentrum Carousel de Louvre! Für die Metro kauf Ihr einfach ein 10er Ticket für 14,10 €.

5. Verkehrsregeln sind eher so grobe Richtlinien. Eigentlich wollten wir uns ein Fahrrad an einer der vielen velib Stationen leihen, als ich dann aber den Paris Verkehr erlebt habe, habe ich lieber darauf verzichtet. Nur weil eine Fußgängerampel grün ist, heißt das nicht, dass man einfach loslaufen kann. Oder muss man bei rot stehenbleiben? Wo kämen wir denn da hin?. Dann sind die Straßen auch noch unglaublich voll, Radwege gibt es kaum und Fußgänger (besonders Touristen ^^) gucken ja gerne mal in der Gegend umher ohne auf umliegende Fahrradfahrer oder Autos zu achten. Falls Ihr es trotzdem wagen wollt: packt einen Fahrradhelm ein! Ohne würde ich dort nicht aufs Fahrrad steigen.

Ich habe Euch hier absichtlich keine Sehenswürdigkeiten empfohlen, denn es ist doch immer sehr individuell was jedem gefällt. Ich fand z.B. die Champs Élysée und den Arc de Triomphe total unspektakulär. Mein absolutes Highlight war die nächtliche Aussicht vom Tour Montparnasse, die Architektur des Louvre, die Jugendstilkuppel der Galerie Lafayette und die wunderschön angelegten Parks mit Frühlingsblumen. Museen finde ich im Winter und Herbst spannender als im Sommer und Frühling. Ich halte bei schönem Wetter lieber die Nase in die Sonne, hole mir ein Eis (Tipp: Berthillon auf der Ile de la cité) und lasse mich treiben.

 

9 Comments

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      15. April 2015 at 10:08

      Danke für den Hinweis! Unglaublich was man sich alles rechtlich sichern kann und irgendwie auch unverschämt :(.

  • Reply
    Bea
    15. April 2015 at 07:03

    Wundervolle Tipps, vielen Dank dafür. Ich möchte auch sooo gern man wieder nach Paris. Aber wir waren letzte Woche erst in Prag (auch sehr schön – ich habe 2 Follow Me darüber verfasst, ich würde mich freuen wenn du mal vorbei schaust). Im September wollen wir dann noch nach London, ich bin schon ganz gespannt darauf :)

    Liebst, Bea von http://beautymeetscoco.blogspot.de

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      15. April 2015 at 10:09

      Ich habe Deine Beiträge dazu schon gelesen :). Prag ist wirklich wunderschön, das letzte mal war ich vor über 10 Jahren dort und auch eher halbherzig. Wird Zeit, dass es mich mal wieder dorthin verschlägt!

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    ulli ks
    15. April 2015 at 11:04

    Genauso reise ich oder eigentlich wie immer:
    Jeder sucht sich ein, bis zwei Fixpunkte heraus, die sein „müssen“- das kann aber auch schon mal der abgefahrenste Vietnamese oder der größte Buchstore der Stadt & nicht das Schloß XY oder der Dom sein & sonst lassen wir auf uns zukommen, was sich ergibt.
    Die Stimmung einer Stadt in mich aufzusaugen steht im Vordergrund!
    Deine Empfehlungen sind also ganz nach meinem Geschmack!

    Lieben Gruß,
    ulli ks

  • Reply
    Tanja
    18. April 2015 at 19:23

    Coole Tipps, sehr nützlich, vor allem weil ich dieses Jahr einen kleinen Paris Trip evtl. plane :)

  • Reply
    strawberrymouse
    19. April 2015 at 15:40

    Die App klingt super – jetzt muss ich nur noch meinen Freund davon überzeugen mal mit mir ein paar Tage in Paris zu verbringen. Leider steht der gar nicht auf Frankreich.

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    Beauty Ressort
    19. April 2015 at 23:38

    Besonders bei Punkt 1 und 2 stimme ich dir absolut zu! Bequeme Schuhe sind das A und O und bei all den stylischen Senakern da draussen auch wirklich keine „Modesünde“. Und das mit dem Treiben lassen ist so wahr. Man entdeckt dabei kleine Gassen und Shops und entspannt auch wirklich mal anstatt sich von den Riesen-Attraktionen (die manchmal eh überbewertet sind) blenden zu lassen. Ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub :)

    Liebe Grüße

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    Dave
    27. Juli 2015 at 14:47

    Sehr nützliche Tipps, die ich alle so unterschreiben würde. Vor allem das Laufen durch Paris macht viel mehr Sinn als in der Métro von einem Ort zum nächsten zu rasen. So sieht man einfach viel mehr von der Stadt und erhält ganz andere Eindrücke. Und es begegnen einem im Grunde auch so ständig Sehenswürdigkeiten, wenn man durch die Stadt schlendert und alleine um den Jardin des Tuileries gibt es zum Beispiel schon so viele Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe zu sehen. Den Paris Pass finde ich auch für die jeweilige Dauer sehr teuer. So fühlt man sich wahrscheinlich durch die Museen getrieben, nur um den Preis des Passes wieder hereinzuholen und das ist auch nicht Sinn der Sache, denn wenn man schon in Paris ist, möchte man ja auch die Zeit genießen und nicht ständig auf die Uhr schauen.

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