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Minimalismus und Make -up. Zwei Dinge die gut harmonieren

Sommerlook mit Bare Minerals

Dieser Artikel sollte Euch eigentlich ein Make-up mit Bare Minerals Produkten zeigen. Eigentlich… aber fangen wir von vorne an. Ihr habt ja sicher schon ein wenig mitbekommen, dass mich das Thema Minimalismus sehr beschäftigt. Dieses Thema hat nun auch Einzug in meinen Kosmetikschrank gehalten. Schon in den letzten Monaten habe ich stark aussortiert, habe Kosmetik verkauft, verschenkt und sogar weggeworfen.

Warum muss ich 100 rote Lippenstifte haben, wenn ich doch nur 3 davon regelmäßig benutze? Warum brauche ich blaue Kajalstifte? Und warum, habe ich bitteschön Glitter und glitzernden Bronzer? Das bin nicht ich! Diese und ähnliche Sätze waren mein Rettungsanker, sobald ich wieder in Versuchung geriet und Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter gnadenlose Kämpfe ausfochten. Das Argument „Ach, für Fasching kannst du das bestimmt brauchen“ verliert seine Wirkung, wenn man es zu oft sagt – ich habe das für Euch getestet.

Mein Geschmack hat sich verändert, ich habe mich verändert. Ich habe lieber wenige Produkte aber dafür solche, die mir zu 100% gefallen. Bis auf einen Eyebrow-Highlighter habe ich z.B. nichts mehr von Catrice. Von P2 und Essence spricht mich schon lange nichts mehr an Warum? Weil für mich inzwischen die Verpackung, eines Produktes ebenso wichtig ist wie dessen Inhalt. Ich benutze es schließlich jeden Tag, nehme es jeden Morgen in die Hand. Da möchte ich mich nicht mit einem schlecht schließenden Deckel, mit verkratzter transparenter Hülle oder einem, mir überhaupt nicht gefallenden Design abgeben. Ich weiß noch genau, wie ich vor 3 Jahren bei jedem DM-Besuch nach den neusten LEs geschaut habe… und heute? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich das letzte Mal im DM vor den Make-up Regalen stand. Dinge ändern sich und ich finde das fabelhaft. Mit Stillstand kann ich nur ganz schlecht umgehen, aber das ist ein anderes Thema.

all you need is less bare minerals

Welche Marken ich noch gerne benutze? Bare Minerals zum Beispiel. Das Make-up auf dem Titelfoto ist fast ausschließlich mit Produkten von Bare Minerals entstanden. Als Basis habe ich die absolut geniale Complexion Rescue benutzt – das ist ein getöntes Feuchtigkeitgel, das einen wunderbar gesundes Finish hinterlässt. Der Concealer ist der BARESKIN Serum Concealer, Blush, Bronzer, Lidschatten und der absolut geniale Highlighter Clear Radiance sind ebenfalls von Bare Minerals. Klingt wie in einer Verkaufsveranstaltung und tatsächlich sind einiges davon Produktsamples. Aber, wie gesagt, nur einiges. Ich habe viele Produkte der Marke selbst gekauft und bin ein absoluter Fan. Auf den Lippen trage ich den Pop of Passion Lip Oil Balm in der Farbe Rose Passion. Der ist seit gefühlt 2 Monaten ständiger Begleiter in meiner Tasche. So eine geniale Textur ist mir noch nie begegnet. Pflegend wie ein Balm und trotzdem farbintensiv, mit einem lang haltenden Stain. Ich liebe Lipstains!

Das Foto zu diesem Beitrag entstand eigentlich aus der Intention heraus, euch einen Look zu zeigen, der komplett mit Bare Minerals Produkten geschminkt ist. Als ich mich dann ans Schreiben gesetzt habe, ist mir aufgefallen wie sehr mir diese Art von Artikel nicht mehr zusagt. Das bin einfach nicht mehr ich. Ich probiere gerne neue Produkte, empfehle gerne Dinge weiter die mir gefallen aber das eintönige Swatchen von Lidschatten und Lippenstiften ist nicht mehr mein Ding. Lieber erzähle ich Euch, warum ich eine Marke mag, was sie für mich besonders macht, wie die Geschichte hinter Produkten ist und warum ich eben nicht mehr ohne Nachzudenken die Make-up Regale im DM stürme. Vielleicht erzähle ich Euch auch mal noch, was mich an Bare Minerals so sehr reizt, aber nicht heute.

So wie ich bewusst meine Lebensmittel einkaufe, so bewusst kaufe ich inzwischen auch Make-up und Pflegeprodukte. Wenn ich Pressemitteilungen erhalte, lasse ich mir nur die Produkte schicken, die ich auch wirklich interessant und erwähnenswert finde. Ich will keine 100 Bodylotions in meinem Schrank haben, nur weil sie mir kostenlos geschickt wurden. Wahrscheinlich ist meine Sammlung für den Normalverbraucher kein bisschen minimalistisch, aber ich denke, es kommt auch ein wenig auf den Ausgangszustand an und in Anbetracht dessen, bin ich in Punkto Make-up fast schon Minimalist geworden.

 

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12 Comments

  • Reply
    Yara
    27. April 2016 at 00:04

    Finde ich ja super spannend und verfolge ich gerne bei anderen! Bei mir selbst ist das auch gerade Thema. Vor dem letzten Umzug (war bei uns ja fast zeitgleich :D) habe ich echt ausgemistet und bin auf den Geschmack“gekommen. Mittlerweile bin ich umgezogen und so halb angekommen aber mir ist mein materielles Zeug schon wieder viel zu viel und ich bin weiter dabei auszusortieren, erst gestern habe ich nochmal meine Schminksammlung locker halbiert, dabei habe ich vor 3 Monaten erst genau das getan. (Bei mir ist das mittlerweile weniger eine (An-)Sammlung als ein Grundstock an Make-Up das ich gerne und wirklich nutze.)

    Ich habe dadurch gemerkt, dass ich das nicht wie Marie Kondo kann und möchte, alles auf einmal weghauen, das bin ich nicht. (Dennoch hat mir ihr Buch sehr weitergeholfen!) Ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen, erst ausprobieren ob das gerade aussortierte schon genug an Aussortiertem ist. Entweder merke ich danach, dass ich noch weiter reduzieren will, weil nicht nur xyz noch zu viel waren, sondern pqrst es auch noch sind, oder es bleibt halt wie es ist.

    Ich hoffe ganz stark mich weiter vom Materiellen trennen zu können, wobei ich es nicht als negative Trennung sondern als Befreiung von Ballast sehe und dem Öffnen für Neues — Luft zum Atmen in meinem Fall, da bin ich aber sehr positiv gestimmt.

    Altes hinter mir lassen und nicht mehr so viel zurück schauen und wenn doch, dann nur auf die schönen Dinge, das tritt bei mir dadurch ein und das brauchte ich auch ganz dringend — Prozess noch im vollen Gange!

    Liebe Grüße!

    P.S. Ich würde mich über mehr Kolumnen total freuen! Gerade auch Fairfashion und Öko finde ich super :D

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      27. April 2016 at 20:46

      Wow, Danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Ich mache es da ganz wie du, Mari Kendo ist mir da auch zu radikal und ich komme mit dem überlegteren Ansatz auch zu einem Ergebnis mit dem ich glücklich bin. Davon abgesehen, dass es sich das Ausmisten so viel besser in den Alltag integrieren lässt – man hat ja selten einen ganzen Tag Zeit um Schubladen leer zu räumen und zu sortieren.

      Und „Luft zum Atmen“ ist ein schönes Bild, so empfinde ich es auch. Man fühlt sich einfach viel befreiter und offen für Neues. Zu viel Besitz kann wirklich belastend sein.

  • Reply
    Yara
    27. April 2016 at 00:05

    Und du siehst toll aus, sehr schöner Look! :)

  • Reply
    PiranhaPrinzessin
    27. April 2016 at 07:50

    Ein sehr interessantes Thema, was mich zur Zeit auch beschäftigt. Nicht, dass ich Produkt-Samples hätte, aber generell dieser Überfluss und das „Muss-ich-haben-Gefühl“, ohne wirklich auch nur eins dieser Dinge wirklich zu BRAUCHEN.

    Ich habe mir auch vorgenommen, nur noch Dinge zu behalten, die ich wirklich nutze und liebe; nicht mehr wegen irgendwelcher Ausreden und möglicher Verwendungszwecke alles zu horten, um es dann nach 2 Jahren ebenso unbenutzt irgendwo wiederzufinden.

    Und ich freue mich auf den nächsten Artikel, da ich ebenso wie du mein Lese-/ Schreibverhalten verändert habe.

    Liebe Grüße
    Nathalie

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      27. April 2016 at 20:42

      Das geht ja auch ganz in die Mari Kendo- Richtung. Nur Dinge behalten, die man liebt <3 Auch wenn ich nicht alles an ihrem Buch gut finde, ist das ein wirklich erstrebenswerter Ansatz!

  • Reply
    Steffi
    27. April 2016 at 13:59

    Ich mag dich und deine Art zu schreiben. Ich habe in der letzten Zeit auch angefangen auszusortieren und habe auch höherwertige Kosmetik gekauft. Es ist aber auch noch viel aus der Drogerie da. Mal schauen wo das noch hingeht :) freue mich auf neue Entwicklungen bei dir <3

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      27. April 2016 at 20:27

      Vielen Dank :)

  • Reply
    SaritLovesLife
    27. April 2016 at 14:35

    Ein spannendes Thema, das mich auch aktuell beschäftigt. Noch bin ich bei der Schminkkommode angekommen, sondern „nur“ den Kleiderschrank und ein paar Bücher aussortiert. Das Bücherregal ist noch nicht fertig. Danach mache ich mich dann tatsächlich an meine Schminkkommode und darauf freue ich mich sogar! Das Problem bei Make-up ist ja nun mal auch, dass es nicht ewig haltbar ist. Das heißt, man MUSS regelmäßig ausmisten!

    Ich habe auch von allem zu viel und letztendlich führt es dazu, dass ich mein Tages-Make-up sehr minimalistisch halte, weil ich keine Lust habe, mich durch die Massen und die daraus entstandene Unordnung zu wühlen allmorgendlich. Klingt paradox, aber ich habe eine Kommode voll „nichts zu schminken“. XD

    Ich bin gespannt auf weitere Beiträge dieser Art!

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      27. April 2016 at 20:41

      Ja, so ging es mir auch. Ich habe eigentlich immer das gleiche verwendet, weil es mir morgens einfach zu anstrengend war zu etwas anderem zu greifen. Ich vermisse die größere Auswahl auch kein bisschen und ehrlich gesagt, habe ich ja immer noch mehr als genug. Ich werde den jetzigen Bestand bestimmt noch weiter minimieren.

      • Reply
        Yara
        28. April 2016 at 12:03

        Wo ich das gerade lese fällt mir auf, dass ich eine Box auf dem Schminktisch habe mit dem essentiellen Zeug drin und das ich nur alle paar Wochen mal zu was anderem greife, außer bei Lippenstift.

  • Reply
    Maegwin
    27. April 2016 at 20:14

    Ohja, ich denke, dass geht vielen Bloggern so. Als ich mit dem Bloggen anfing, jagte ich jeder LE hinterher, jede Woche musste ich in die Drogerie oder Parfümerie. Irgendwann wurde ich von der Menge der Produkte erschlagen, sie lagen überall rum, ich nutzte sie nicht. Spätestens, seit irgendwann ein Tag kursierte, in dem Blogger ihre Sammlungen zeigen und auflisten. Das war Wahnsinn! Die Produkte landen alle eher oder später auf dem Müll. Ich habe nur wenig behalten, rigoros aussortiert. Nachschub kommt ja häufig genug,
    Und während der Woche nutze ich sowieso nur meine Nude-Palette.

    • Reply
      Mrs. Mohntag
      27. April 2016 at 20:39

      Ja, die gute Nude Palette – zu der greife ich auch jeden Tag ^^. Und mir ging es auch irgendwann so, dass ich Produkte liegen hatte, die ich kein einziges Mal verwendet habe. Das konnte einfach nicht so weitergehen.

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